4MBO stellt Insolvenzantrag
Der Elektronik-Dienstleister ist nach einem verlustreichen Jahr 2003 nun zahlungsunfÀhig.
Der Vorstand der 4MBO [1] International Electronic AG will heute beim Amtsgericht Esslingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. "Das Konsortium der GlĂ€ubigerbanken, das zunĂ€chst seine UnterstĂŒtzung fĂŒr die Restrukturierungsphase des Unternehmens nach dem Ausstieg aus dem PC-GeschĂ€ft signalisiert hatte, stellt trotz viel versprechender GesprĂ€che des Vorstands mit ernsthaft interessierten Investoren zum jetzigen Zeitpunkt die notwendige Finanzierung nicht zur VerfĂŒgung", heiĂt es in einer Ad-hoc-Mitteilung. Dies habe zur ZahlungsunfĂ€higkeit gefĂŒhrt.
Das weitere Vorgehen zur FortfĂŒhrung der Gesellschaft werde mit dem vorlĂ€ufigen Insolvenzverwalter abgestimmt. Mitarbeiter, GeschĂ€ftspartner, AktionĂ€re und Investoren sollen so schnell wie möglich informiert werden.
Im vergangenen Jahr war der Elektronik-Dienstleister tiefer in die roten Zahlen gerutscht [2]. Der operative Verlust betrug nach vorlĂ€ufigen Berechnungen 19 Millionen Euro gegenĂŒber 9,3 Millionen Euro Miesen im Jahr 2002. 4MBO hatte Discounter mit Computern beliefert. Unter anderem produzierte man fĂŒr den Discounter Plus den so genannten "Volks-PC"; auch die Handelskette Norma gehörte zu den Kunden von 4MBO. Die Sparte war vor kurzem ganz aufgegeben worden. (anw [3])
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[3] mailto:anw@heise.de
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