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Wie Apple trotz Corona der Krise trotzt

Christoph Dernbach

(Bild: Brooks Kraft/Apple Inc.; Montage: Mac & i)

Verhinderte Produktionen, unsichere Planbarkeit. Inzwischen ist bekannt: Das Unternehmen geht gestÀrkt hervor und hat gleich mehrere Rekorde gebrochen.

Designed in California, aber „Made in China“: Die Flugtermine zwischen dem Flughafen San Francisco und dem chinesischen Airport Shanghai Pudong International kennen Mitarbeiterinnen des Apple-internen ReisebĂŒros in- und auswendig. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie buchten sie Tag fĂŒr Tag rund 50 Sitze in der Business Class fĂŒr Apple-Ingenieure und -Manager, die sich aus dem Silicon Valley auf den Weg machten, um mit den Zulieferfirmen in China technische Details zu besprechen oder die Produktion zu ĂŒberwachen.

Ende Januar 2020, einen Monat nach dem Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, wurde diese wichtige Lebensader zwischen Kalifornien und China jĂ€h durchtrennt. United Airlines und andere US-Fluggesellschaften stellten die FlĂŒge zwischen Kalifornien und der Volksrepublik ein. Zuvor hatten die „Centers for Disease Control and Prevention“, eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, die FluggĂ€ste dazu aufgefordert, nicht lebensnotwendige Reisen nach China zu vermeiden.

Apple musste quasi von einem Tag auf den anderen die Meetings auf die konzern-intern genutzte Videoplattform Webex verlagern. Die schwierigen VerhĂ€ltnisse in den chinesischen Fabriken vor Ort ließen sich aber nicht so einfach beseitigen. Einige Betriebe der chinesischen Apple-Zulieferer befanden sich in der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Wuhan. Das werde sich negativ auf die Produktion der Apple-Produkte auswirken, rĂ€umte Konzernchef Tim Cook Ende Januar 2020 bei der Vorlage der GeschĂ€ftszahlen aus dem Weihnachtsquartal 2019 ein. Aber auch außerhalb der Region Wuhan gab es Probleme: Im grĂ¶ĂŸten iPhone-Werk in Zhengzhou wurden Arbeiter, die aus anderen Regionen Chinas stammen, vorerst nicht zur Arbeit gelassen, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 zu senken.


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