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Stress wirkt sich negativ auf die Arbeitsleistung aus

Marzena Sicking

Arbeitgeber, die zulassen, dass ihre Mitarbeiter permanent am Limit arbeiten, schaden sich vor allem selbst: Denn gestresste Angestellte vernachlĂ€ssigen frĂŒher oder spĂ€ter auch ihre Aufgaben im Job.

Wer im Job stĂ€ndig unter Druck steht und von seinem Arbeitgeber [1] keine UnterstĂŒtzung bekommt, lĂ€sst irgendwann auch in seiner Leistung nach. Nach einer Studie, die von der GfK [2] im Auftrag des Verbands Deutscher Betriebs- und WerksĂ€rzte [3] durchgefĂŒhrt wurde, vernachlĂ€ssigen Millionen deutsche Arbeitnehmer permanent oder oft ihren Job. Als Grund dafĂŒr werden psychische Belastungen genannt.

29 Prozent schaffen es demnach in der Regel nicht, ihre Arbeit [4] so sorgfĂ€ltig wie vom Arbeitgeber [5] gewĂŒnscht zu erledigen. Weitere 34 Prozent gaben an, dass sie regelmĂ€ĂŸig von seelischen oder emotionalen Problemen [6] in ihrer LeistungsfĂ€higkeit [7] im Job eingeschrĂ€nkt werden. Nur 37 Prozent der Befragten kennen solche LeistungseinbrĂŒche [8] nicht bzw. haben sie erst selten erlebt.

Der Stress wirkt sich aber nicht nur auf den Job, sondern auch auf das Privatleben aus: 39 Prozent schaffen es aufgrund des Drucks in der Arbeit nicht, ihren privaten Verpflichtungen ausreichend nachzukommen.

Das es sich hier nicht um vorĂŒbergehende Launen, sondern um eine Belastung handelt, die zu ernsthaften gesundheitlichen [9] Problemen fĂŒhren kann, bestĂ€tigt eine andere Statistik des Verbands Deutscher Betriebs- und WerksĂ€rzte. Demnach gĂ€ben 40 Prozent der VorruhestĂ€ndler ihre Arbeit wegen psychischer Erkrankungen wie beispielsweise einer depressiven Störung auf. In konkreten Zahlen ausgedrĂŒckt bedeutet das: Von 170.000 Menschen, die jĂ€hrlich wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Job aussteigen oder ihre Arbeitszeit reduzieren, tun das 70.000 aufgrund von unertrĂ€glicher emotionaler und seelischer Belastung. Eine erschreckend hohe Zahl, die vermeidbar wĂ€re, wenn die Arbeitgeber sensibler auf die BedĂŒrfnisse ihrer Arbeitnehmer reagieren wĂŒrden.

Der Verband warnte aber davor, den Beruf grundsĂ€tzlich als etwas zu betrachten, was den Menschen krank machen wĂŒrde. In vielen FĂ€llen sei es gerade die Arbeit, die Menschen gesund halte. FĂŒr viele sei der Job ein wichtiger Anker in ihren sozialen Beziehungen. Dennoch sollten die Arbeitgeber sowie die Betriebs- und WerksĂ€rzte die psychische Gesundheit [10] der Arbeitnehmer stĂ€rker in den Vordergrund rĂŒcken. (gs [11])


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[2] http://www.gfk.com/group/index.de.html
[3] http://www.vdbw.de/
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Die-gefaehrlichsten-Zeitdiebe-am-Arbeitsplatz-1390416.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Kein-Vertrauensvorschuss-vom-Chef-1711376.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Die-Psyche-macht-den-Stress-nicht-mehr-mit-1564882.html
[7] https://www.heise.de/hintergrund/Burnout-in-der-IT-Branche-1736491.html
[8] https://www.heise.de/hintergrund/Depressionen-und-Angstattacken-Unternehmer-besonders-gefaehrdet-1330085.html
[9] https://www.heise.de/hintergrund/So-bleiben-Sie-fit-im-Buero-1442351.html
[10] https://www.heise.de/hintergrund/Psychische-Probleme-im-Arbeitsalltag-1287587.html
[11] mailto:gs@ct.de