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Porsches Elektro-Sportwagen Taycan lÀdt schneller

Martin Franz
Porsche Taycan

(Bild: Porsche)

Der Fortschritt bedeutet in diesem Fall tatsĂ€chlich „Mehrwert“ fĂŒr den Kunden, und das gleich an mehreren Stellen.

Seit gut einem Jahr ist der Taycan auf dem Markt und Porsche bessert schon nach. Der Fortschritt bedeutet in diesem Fall tatsĂ€chlich „Mehrwert“ fĂŒr den Kunden, und das gleich an mehreren Stellen.

Vor allem im Bereich des Ladens hat sich einiges getan. Zum einen hat Porsche das LadegerÀt des Taycan nachgebessert. An entsprechender Quelle kann nun an Wechselstrom mit 22 kW geladen werden, bisher war bei 11 kW an AC Schluss. Diese Beschleunigung wird Porsche gesondert in Rechnung stellen, wie hoch der Aufpreis ausfallen wird, steht noch nicht fest. Mit Gleichstrom bleibt es bei 225 (Performance Batterie) bzw. 270 kW (Performance Batterie Plus).

Neu ist auch die Möglichkeit, die Ladeleistung auf ca. 200 kW zu begrenzen. Das soll der Lebensdauer des Speichers zutrĂ€glich sein und die Verluste beim Laden reduzieren. Zumindest vorerst lĂ€sst sich das nur an SchnellladesĂ€ulen von Ionity nutzen. Die Spitzenladeleistung von 270 kW [1] erreicht der Taycan ohnehin ausschließlich unter optimalen Bedingungen. Ladestand und Temperaturen mĂŒssen dafĂŒr in einem gewissen Bereich liegen.

Wer in „Mobile Charger Connect“ und „Home Energy Manager“ investiert hat, kann neue Ladefunktionen nutzen. Dazu zĂ€hlen die StromwĂ€chter-Funktion, die die Überlastung des Hausanschlusses nun auch phasenindividuell verhindern kann, und das eigenstromoptimierte Laden. Damit kann der Taycan gezielt mit hauseigenem Solarstrom geladen werden. Ist die frei wĂ€hlbare, minimale Batterieladung erreicht, wird nur noch vom Haus nicht genutzter Solarstrom verwendet.

Das Aufladen soll mit "Plug&Charge" vereinfacht werden. Das Auto kommuniziert dabei mit der Ladestation, die Bezahlung erfolgt ĂŒber zuvor hinterlegte Daten. Der ISO-Standard 15118 soll sicherstellen, dass mit dieser Funktion kein Missbrauch möglich ist.

Die restlichen Neuerungen sind ĂŒbersichtlich: Erstmals gibt es nun im Taycan ein farbiges Head-up-Display, das mit 1554 Euro allerdings tapfer eingepreist ist. Ein Digitalradio-Tuner ist kĂŒnftig serienmĂ€ĂŸig, womit Porsche der Pflicht nur wenige Monate zuvor kommt: Ab dem 21. Dezember 2020 ist ein digital-terrestischer EmpfĂ€nger Pflicht [2], die Hersteller setzen großflĂ€chig auf DAB+. Im Taycan wurde die Unterhaltungsmöglichkeit zudem um Apple Podcasts erweitert.

Ohne Aufpreis hat der Taycan ein adaptives Fahrwerk, das zusÀtzlich eine Smart-Lift-Funktion bekommen hat. Sie lÀsst sich so programmieren, dass der Sportwagen an wiederkehrenden Stellen wie einer Einfahrt in die Tiefgarage automatisch ein paar Zentimeter angehoben wird. Auf der Autobahn wÀhlt das System allein einen Kompromiss aus Komfort und Effizienz.

Porsche Taycan 2021 (0 Bilder) [3]

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Der Trend, Funktionen nachtrÀglich freischalten zu lassen, hat nun auch Porsche erfasst. Der Taycan-Kunde hat dabei die Wahl, ob er die vier Ausstattungsmerkmale mieten oder kaufen möchte. Die Freischaltung erfolgt im Auto durch den Fahrer, ein Besuch beim HÀndler ist nicht nötig. Zur Wahl stehen ein aktiver Spurhalteassistent, ein Assistent zur Reichweiten-Optimierung und ein erweiterter Abstandstempomat. Die geschwindigkeitsabhÀngige Servolenkung gibt es nicht zur Miete, mit 321 Euro ist der Kauf aber auch nicht allzu teuer.

(mfz [5])


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[1] https://www.heise.de/news/Elektroautos-Der-P3-Charging-Index-4619278.html
[2] https://www.heise.de/news/Digitalradio-wird-Pflicht-in-Neuwagen-4222381.html
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/2954442.html?back=4874816;back=4874816
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/2954442.html?back=4874816;back=4874816
[5] mailto:mfz@heise.de