Leser erzählen: Wo und warum sie richtig alte Software noch nutzen
Auf unsere Frage nach weiter genutzten Altrechnern bekamen wir spannende Mails. Manche Leute brauchen sie fĂĽr spezielle oder lieb gewonnene Software.
(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)
Die Zeiten, in denen man alle drei Jahre seinen PC gegen ein wesentlich leistungsfähigeres Gerät austauschte, sind lange vorbei. Wer keine besonderen Anforderungen stellt und nur schreiben, rechnen, surfen und mailen will, kommt mit einem zehn Jahre alten Computer meist ebenso gut klar wie mit einem Neugerät – sofern das Betriebssystem die alte Hardware noch akzeptiert. Es gibt aber zahlreiche Gründe, noch deutlich ältere Rechner weiter zu betreiben. Beispielsweise benötigen alte, aber hochwertige Werkzeugmaschinen und Messgeräte oft spezielle Software und veraltete Schnittstellen, die moderne Computer nicht mehr unterstützen.
Anfang September 2025 fragte Kollege Jan Schüßler im c’t-Club-Newsletter Abonnenten nach wirklich alten Computern, die noch in Gebrauch sind. Einige der zahlreichen Leserzuschriften schilderten begeistert ihre Hardwareschätze aus ihren Kellerarchiven oder auch solche, die noch in Gebrauch sind. Unser Leser Christian-Friedrich Müller schrieb uns, ihm fehle „das Wegschmeiß-Gen“, was wir gut verstehen. Seine alten PCs hat der Wirtschaftsinformatiker seinen Söhnen als Spieleplattform überlassen. Außerdem hortet er „Mediensysteme“, also nicht nur Kassetten, Schallplatten, CD-ROMs und Disketten, sondern auch die nötigen Abspielgeräte. Gerade diese vermisst man häufig, wenn alte Daten auf nicht mehr gebräuchlichen Medien wiederentdeckt werden.
Einige Leute haben sich auf bestimmte Hardware spezialisiert, so sammelt Richard Pohl Thinkpads, teilweise noch aus IBM-Zeiten mit OS/2. Die kompakten Business-Notebooks mit dem ikonischen Trackpoint erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Trackpoint, ein kleiner Knopf zwischen den Tasten G, H und B mitten auf der Tastatur, reagiert auf Druckrichtung und -Stärke und steuert damit den Mauszeiger. Rudolf Matthias Haenel beschrieb uns seine bemerkenswerte Sammlung aus einem Amiga 3000, einer SparcStation 5, einer NeXTStation Color sowie einigen Macs mit PowerPC-Prozessoren.
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