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HĂ€ndler glauben nicht an Social Commerce

Marzena Sicking

Die deutschen Online-HĂ€ndler stehen dem Social-Media-Hype skeptisch gegenĂŒber. Der Großteil des Markenting-Budgets fließt deshalb in andere KanĂ€le.

Direkter als im Social Media-Umfeld kann die Kundenansprache nicht sein. Der Auftritt bei Facebook [1] & Co. wird von vielen Experten deshalb als "Muss" betrachtet. Die deutschen Online-HĂ€ndler [2] lassen sich von solchen Aussagen allerdings nicht beeindrucken und stehen dem Thema Social Commerce [3] sogar sehr skeptisch gegenĂŒber. 90 Prozent von ihnen investieren höchstens 10 Prozent ihres Marketing-Budgets in diesen Bereich. Das ergab eine Umfrage des Preisvergleichsanbieters Become Europe GmbH [4] unter insgesamt 1.000 Online-HĂ€ndlern.

Demnach ĂŒberwiegen Skepsis [5] und Unsicherheit [6]. 45 Prozent gaben an, sich in sozialen Netzwerken zu engagieren. Allerdings tun sie das nicht aus Überzeugung, sondern weil man eben mitmachen muss: nur 22 Prozent der Befragten glauben, dass sich die AktivitĂ€ten auf ihren GeschĂ€ftserfolg auswirken werden. 33 Prozent verzichten komplett auf entsprechendes Engagement, 23 Prozent wollen es demnĂ€chst zumindest mal versuchen.

Als GrĂŒnde fĂŒr die ZurĂŒckhaltung gaben die HĂ€ndler [7] an, dass sie den Aufwand scheuen und nicht glauben, dass der sich finanziell lohnen wĂŒrde. Etwa ein Drittel der Befragten sieht keinen Sinn in diesen AktivitĂ€ten, weil Social Media [8] fĂŒr ihre Zielgruppe nicht relevant ist. 18 Prozent der HĂ€ndler vermissen zuverlĂ€ssige Tools zur Erfolgsmessung und wĂŒrden einsteigen, sobald es diese gĂ€be.

Von den im Social Media-Bereich aktiven HĂ€ndlern haben 89 Prozent eine eigene Facebook Fan Page, 48 Prozent einen Twitter Account und 8 Prozent machen Werbung auf Social Media Plattformen. Wichtigstes Ziel der AktivitĂ€ten ist fĂŒr 64 Prozent die Neukundengewinnung, fĂŒr 50 Prozent ist der Brandingeffekt wichtig, 48 Prozent erwarten positive Effekte auf die Kundenbindung.

Die Begeisterung fĂŒr Mobile Commerce [9] wĂ€chst schneller: 36 Prozent der HĂ€ndler haben bereits einen mobile-fĂ€higen Shop. Von den verbleibenden 64 Prozent will die HĂ€lfte den eigenen Shop in den nĂ€chsten 12 Monaten fĂŒr mobile Anwendungen fit machen. (gs [10])


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https://www.heise.de/-1631891

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[1] http://www.heise.de/thema/Facebook
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Urteil-Stationaerer-und-Online-Handel-sind-keine-Wettbewerber-1614818.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Meinungsmacher-im-Internet-1624104.html
[4] http://www.become.eu/
[5] https://www.heise.de/news/Facebook-Co-spielen-2012-als-Verkaufsplattform-fuer-den-Onlinehandel-noch-keine-Rolle-1402601.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Haendler-muessen-sich-auf-veraendertes-Einkaufsverhalten-einstellen-1342056.html
[7] https://www.heise.de/hintergrund/Die-neuen-Machtverhaeltnisse-zwischen-Handel-und-Kaeufer-1257716.html
[8] https://www.heise.de/hintergrund/Wie-wichtig-sind-Facebook-Co-fuer-den-Online-Handel-1131184.html
[9] https://www.heise.de/news/Experten-Umsaetze-im-M-Commerce-nehmen-zu-1621543.html
[10] mailto:gs@ct.de