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Franzose segelt bei der Suche nach Innovationen um die Welt

Gregor Honsel
Der Lowtech-Missionar

Der 37-jährige Corentin de Chatelperron segelte mit einer wechselnden Crew zwei Jahre lang um die Welt. Er besuchte zwölf Länder und dokumentierte rund 30 Erfindungen.

(Bild: Gold of Bengal)

Der französische Ingenieur Corentin de Chatelperron widmet sich der ­Erforschung von Lowtech-Lösungen zur Gewinnung von Energie, ­Nahrung oder Trinkwasser.

TR: Wer heute die Welt umsegelt, setzt normalweise auf Hightech. Sie haben genau das Gegenteil gemacht. Wie kommt man auf so eine Idee?

De Chatelperron: Es war 2013. Ich segelte gerade mit einem kleinen Boot durch den Golf von Bengalen. Ich hatte es in Bangladesch gebaut, mit Jutefasern statt Glasfasern, und wollte mich sechs Monate an Bord selbst versorgen. Dazu habe ich ein Gewächshaus für Kartoffeln mitgenommen, einen Solarofen, eine Angelausrüstung und zwei Hühner. Es hat aber nicht so geklappt, wie ich erwartet hatte. Ich kam fast völlig ohne Essen zurück. Ich konnte nichts anbauen, und auch die Hühner haben keine Eier gelegt. Da kam mir die Idee, auf der ganzen Welt Technologien aufzuspüren, die grundlegende Bedürfnisse befriedigen und überall hergestellt werden können.

Wie wollten Sie diese Lowtech-Innovationen finden?


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