Smart EQ

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Dass der Smart nach 2020 nur noch batterieelektrisch angeboten wird, war auch vor der IAA schon bekannt, in Frankfurt steht ein Facelift des seit 2017 angebotenen Fahrzeugs. Es ist eine Geschichte mit ganz eigener Ironie: Der „Ur-Smart“ hätte im Sinne von Nicolas Hayek, seinerzeit auch Chef der Swatch-Gruppe, ein Elektroauto sein sollen. Im Zuge der Zusammenarbeit mit Daimler-Benz reichte es dann in der ersten Generation nicht zu mehr als einem Microhybrid – in Wirklichkeit nicht mehr als ein Startergenerator. Mehr als zwanzig Jahre danach findet also Smart gewissermaßen zur Uridee zurück.

Was Smart manch anderem Hersteller voraus hat, ist jahrelange Erfahrung mit dem Verleihmodell Car2Go, digitale Services sind bei der Marke lange etabliert. Der vorwiegend urbanen Anwendung gemäß belässt es Smart bei einem E-Motor mit 60 kW (82 PS), die Reichweite pendelt um 130 km im WLTP, aber dafür ist eben auch nur eine Batterie mit 17,6 kWh erforderlich. Das verkürzt die Ladezeiten, verringert das Gewicht (knapp über 1000 kg) und letztlich auch die Kosten. Den Fortwo gibt es ab rund 22.000 Euro, immer noch eine Ansage; aber bei geeigneten Anwendungsszenarien könnte die persönliche Rechnung dennoch aufgehen.