Der Porsche Taycan ist mit Sicherheit nicht das, was sich CO2-frei-Freunde von einem Elektroauto erwarten, dafür steht einfach die unverfrorene Freude am Autofahren zu sehr im Vordergrund. Lustig ist die Bezeichnung Turbo und Turbo S für die beiden Modelle, sozusagen eine Umdeutung der Peak-Leistung als Analogie zum Turbo-Overboost.
Denn das hat der Taycan mit seinem Konkurrenten Tesla gemeinsam: Die Spitzenleistung steht nicht dauerhaft zur Verfügung. Noch schwelt die Diskussion, ob 800 statt 400 Volt in Autos sinnvoll ist, die meisten sagen nein. Der Taycan hat sie, schließlich will seine Batterie mit schlanken 93,4 kWh Energieinhalt einigermaßen zügig geladen sein. Eine weitere Besonderheit ist das Zweigang-Getriebe, selten bei E-Autos. Ergibt aber Sinn, denn bei einer Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h stoßen hinsichtlich Wirkungsgrads über die gesamte Drehzahlspreizung auch die schönsten E-Motoren an Grenzen.
Beeindruckend ist auch die Rekuperationsleistung von bis zu 265 kW. Praktisch heißt das, die Radbremsen müssen kaum noch eingreifen, es sei denn zum Beispiel, die Batterie ist voll, oder wenn man frisch strombetankt von seiner Privatalm die Alpen herunterrollt. Auch der Taycan wird seine Feinde finden, danke an Tesla für das Verdienst, den Wettbewerb entfacht zu haben.